1. Station - St. Anna-Kirche mit Wegeskizze
Die Wallfahrtskriche St. Anna bildet den Ausgangspunkt des "Weges der Besinnung", der 4 km rund um Kreuzberg führt und an der Kirche wieder endet. Er versteht sich auch als Ergänzung und Bereicherung des europäischen Pilgerweges VIA NOVA, der mit einem Ast von Vilshofen über Freyung-Kreuzberg zum "Heiligen Berg" nach Pribram führt.
Der Leitgedanke des Besinnungsweges lautet: "Den Blick weiten". Verschiedene Stationen variieren und versinnbildlichen diesen Leitsatz in unterschiedlicher Weise und laden zu innerer Einkehr ein.
2. Station - Bründl-Kapelle
Der Name der Kapelle leitet sich von "Brünnl" (= kleiner Brunnen) ab. 1509 wurde die Kapelle errichtet und die Heilkraft des Brunnens schrieb man der Hl. Mutter Anna zu. Lange Zeit galt die Bründl-Kapelle als einer der Wallfahrtsmittelpunkte Kreuzbergs. Sie beherbergt heute neben einer barocken Anna Selbdritt-Darstellung eine Dreifaltigkeitsgruppe, bei der der Heilige Geist nicht als Taube, sondern als Mann gezeigt ist. Diese Darstellungsform gilt als ausgesprochene Rarität.
3. Station - Den Blick weiten... und über Barrieren hinwegblicken
Von dier Station aus schweift der Blick weit über das Reschbachtal, den Ort Schönbrunn am Lusen bis hin zum Böhmerwaldkamm zwischen Rachel und Lusen.
4. Station - Den Blick weiten... und Volksfrömmigkeit entdecken
Religiöse Hinterglasbilder sind farbige Zeugen tief verwurzelten Glaubens. Der 1721 gegründete Ort Raimundsreut (auch Buchaberg genannt) entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Zentrum der Hinterglasmalerei. Ein kleines Museum in Raimundsreut und das Freyunger Heimatmuseum im Schramlhaus dokumentieren die Raimundsreuter Hinterglasmalerei.
5. Station - Vater-unser-Kapelle
Die im Jahr 2008 erbaute Vater-unser-Kapelle zeugt von einem nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute gelebten und verwurzelten Glauben.
6. Station - Den Blick weiten... und den Standpunkt ändern
An zwei unterschiedlichen Standorten eröffnen sich mit Landschaftsrahmen, die den Blick begrenzen und zentrieren, unterschiedliche Perspektiven und neue Horizonte.
Zum einen wird der Blick auf die vom Dorfzentrum ausgehenden, sternförmig angelegten alten "Hufen" gelenkt und zum anderen erfasst der Blick die Gesamtansicht Kreuzbergs mit seinen "neuen" Wohnhaussiedlungen, die den Gesamteindruck dominieren.
7. Station - Kreuz-Kapelle
Die im 16. Jahrhundert errichtete Kreuz-Kapelle enthält ein Arma-Christi-Kreuz, das den Gläubigen das meditative Nachempfinden der Kreuzigung Christi ermöglichen soll.
8. Station - Den Blick in die Geschichte weiten... und den Wert des Friedens aus der Geschichte erkennen
In der Region grenzen drei Länder aneinander: Deutschland, Tschechien und Österreich. Die prägenden Kriege und Machtkämpfe dieser Länder werden dargestellt am Torso der vermutlich im 16. Jahrhundert gepflanzten und nach dem Sturm Kyrill gefällten acht Tonnen schweren Kreuzberger Dorflinde. Das Trennende wich 1989 mit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" dem Verbindenden. Der Wert des Friedens ist unermesslich.
9. Station - Veit-Kapelle
Die 1599 gestiftete Kapelle ist dem Heiligen Veit (Vitus) geweiht, der u.a. Schutzpatron der Apotheker, Gastwirte, Bierbrauer, Winzer, Kupferschmiede und Haustiere ist. Er ist auch Schutzpatron von Böhmen, Prag, Sachsen und Sizilien. Neben der Veit-Kapelle fixieren zwei Sichtrohre den Blick auf die Kreuzkapelle und die St. Anna-Kirche.
10. Station - Den Blick weiten... und hinter dem Schein eine neue Wirklichkeit entdecken
Bei klarer Sicht wirken die Alpengipfel zum Greifen nah; an vielen Tagen bleiben die Berger hinter Dunst verborgen. Ein ungetrübter Blick eröffnet die Wirklichkeiten.